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Dienstag, 26. Dezember 2017

Hör mir auf mit christlichen Werten!

...oder: Was Martenstein, Poschardt und meinen Pfarrer verbindet bzw. trennt 

Kurz vor Weihnachten erschien im Berliner Tagesspiegel eine Kolumne von Harald Martenstein mit dem provozierenden Titel "Sieg des Christentums". Nun ja, Martenstein - neben Jan Fleischhauer, Matthias Matussek und Ulf Poschardt einer der führenden Quoten-Konservativen der deutschen Kolumnistenzunft - traut sich ja auch sonst so allerlei. Schon 2013 beispielsweise wagte er es, mit einem Beitrag im ZEIT-Magazin der alleinseligmachenden Gender-Heilslehre zu widersprechen. Im selben Jahr und am selben Ort mokierte er sich über Transgender-Toiletten, woraufhin sein Kollege  Stefan Niggemeier ihm attestierte, er, Martenstein, schreibe "stellvertretend für die sich für schweigend haltende Mehrheit weißer, heterosexueller, alter Männer, die die Welt nicht mehr verstehen"; er schreibe gegen den "Machtverlust" dieser Gruppe an und benutze "dabei regelmäßig die stärkste stumpfe Waffe, die ihm zur Verfügung steht: Ignoranz." 

Und nun provoziert dieser selbe Martenstein also erneut, indem er etwas Positives über das Christentum schreibt. Ausgerechnet zu Weihnachten, wo es doch eigentlich ein ehernes Gesetz unserer Leitmedien (angefangen beim SPIEGEL) ist, das man just in dieser festlichen Zeit das Christentum nach Kräften schmähen müsse. 

Und was genau schreibt er da, der Martenstein? Im Wesentlichen, dass das Christentum, ideengeschichtlich betrachtet, der menschlichen Kultur und Zivilisation manches Gute beschert habe, das man auch dann anzuerkennen und wertzuschätzen in der Lage sein müsse, wenn man selbst nicht gläubig sei. That's it, basically. Die christliche Heilsbotschaft, so Martenstein abschließend wörtlich, habe "nicht nur Gutes gebracht, aber doch mehr Gutes als Schlechtes". 

Dass man mit einer derart harmlosen Aussage überhaupt irgendwelches Aufsehen erregen kann, scheint mir schon eine ganze Menge auszusagen. Wirklich überrascht war ich aber, dass die Kolumne - nachdem BILD-Journalist Ralf Schuler sie aus der Printausgabe des Tagesspiegels abfotografiert und in dieser Form auf Facebook und Twitter geteilt hatte - von zahlreichen engagierten konservativen Christen in meinem virtuellen Umfeld in den höchsten Tönen gelobt und begeistert weiterverbreitet wurde. Sind wir schon so weit?, dachte ich unwirsch. Lechzen wir so sehr nach Anerkennung seitens der säkularen Gesellschaft, dass Aussagen wie die oben zitierte uns in Ekstase versetzen? 

Ein anderes Zitat aus Martensteins Kolumne wirft ein noch schärferes Licht auf das, worauf ich hier hinaus will: "[D]ie Idee der Menschenrechte [...] ist das, was vom Christentum übrig bleibt, wenn man die Religion abzieht." Ah ja. So so. Na, wenn das so ist, dann brauchen wir das Christentum als solches ja jetzt eigentlich nicht mehr, oder? Vermutlich hat Harald Martenstein das so nicht gemeint; aber darauf läuft es hinaus. Betrachtet man das Christentum lediglich unter einem funktionalistischen Aspekt - was hat es der Menschheit gebracht? -, dann kommt man ganz leicht zu dem Ergebnis, dass das, was am Christentum Religion, Glaube ist, in unseren heutigen aufgeklärten Zeiten eigentlich obsolet oder bestenfalls noch dekoratives Beiwerk ist. Wie gläubige Christen dazu Beifall klatschen können, erschließt sich mir nicht. Genauer gesagt, ich habe durchaus eine Erklärung dafür - sie gefällt mir nur nicht. Im Grunde bedient Martensteins Kolumne eine Haltung, die man als "Kulturchristentum" bezeichnen kann: die Haltung von Menschen, die selbst nicht (mehr) unbedingt gläubig sind, aber dennoch eine gewisse Wertschätzung für das kulturelle "Erbe" des Christentums bewahrt haben (und deshalb vielleicht auch gelegentlich - zum Beispiel zu Weihnachten - in die Kirche gehen). Dass dieses "Kulturchristentum" sich in unserer Gesellschaft offenkundig immer noch einer gewissen Verbreitung erfreut, wird von manchen Christen, die sich mit der schwindenden gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz ihres Glaubens schwer tun, anscheinend als Hoffnungszeichen aufgefasst. Ich halte das für falsch. Genauer gesagt, ich betrachte die Auffassung, man könne (oder müsse) gewisse Restbestände des Christentums auch ohne den christlichen Glauben bewahren, eher als ein Problem, um nicht zu sagen: eine Gefahr

In diesem Zusammenhang fällt mir eine aktuelle Allensbach-Umfrage ein, derzufolge der christliche Glaube in Deutschland zwar rapide im Schwinden begriffen ist, gleichzeitig aber die Auffassung, Deutschland sei "stark" oder "sehr stark" "durch das Christentum und christliche Werte geprägt", in jüngster Zeit zugenommen hat. -- Wenn ich mich da an die PEGIDA-Demonstranten erinnere, die vor gut drei Jahren (oder wann?) meinten, das christliche Abendland dadurch verteidigen zu können oder zu müssen, dass sie im Advent Weihnachtslieder singen, habe ich den Verdacht, dass für diesen prozentualen Zuwachs zumindest teilweise solche Zeitgenossen verantwortlich sind, die vom Christentum überhaupt keine Ahnung haben, für die "Deutschland ist ein christlich geprägtes Land" aber eine Chiffre für "Der Islam gehört nicht zu Deutschland" ist. Aber auch davon abgesehen möchte ich behaupten - und mir ist bewusst, dass dies nur eine Behauptung ist, für die ich keine Belege anführen kann und deren Plausibilität allein im Auge des Betrachters liegt -, dass die Aussage "Wir leben in einem von christlichen Werten geprägten Land" ein klassisches Beispiel für eine Aussage ist, die sich selbst Lügen straft. Wer so etwas sagt, drückt damit die Auffassung aus, dass es so sein sollte, aber wenn es tatsächlich so wäre, hätte er gar keine Veranlassung, es zu sagen. 



Die besagte Allensbach-Umfrage wurde übrigens auch in der Predigt der Christmette angesprochen, die ich am diesjährigen Heiligen Abend mit meiner Frau und meiner kleinen Tochter besucht habe. Meine zwei Monate alte Tochter hat die erste Christmette ihres Lebens zum größten Teil verschlafen, darunter auch die Predigt. Darum beneide ich sie ein bisschen. -- Dreh- und Angelpunkt der Predigt war eine andere Umfrage: eine des Instituts INSA, die sich darum drehte, was für Leute am Heiligabend einen Gottesdienst zu besuchen planten. Besonders hob der Pfarrer das Ergebnis hervor, dass Leute, die am Heiligabend in die Kirche gehen, überdurchschnittlich politisch interessiert seien. Das sei gut und folgerichtig, meinte der Pfarrer: Politisches und soziales Engagement sei wichtig für Christen, und es sei wichtig. dass "christliche Werte" in Politik und Gesellschaft zur Geltung kämen. Nicht recht deutlich wurde aus der Predigt, was für "christliche Werte" das im Einzelnen sein sollten - abgesehen von einem vagen "Seid nett zueinander"

Wenn die Essenz des Christlichen in solcher Weise simplifiziert wird, denke ich mir immer, Nicht- und Andersgläubige dürften zu Recht beleidigt sein, für was für verkommene Kreaturen man sie demnach wohl halten müsse. Das eigentliche Problem, das ich mit der Rede von "christlichen Werten in Politik und Gesellschaft" habe, ist jedoch: Die Erfahrung zeigt, dass "christliche Werte", sobald sie aus ihrem Begründungszusammenhang im christlichen Glauben herausgelöst werden, praktisch nach Belieben umgedeutet und sogar ins Gegenteil ihrer eigentlichen Bedeutung verkehrt werden können. Dieser Prozess ist in der westlichen Welt im Prinzip seit der Aufklärung im Gange; das hat Chesterton schon vor über 100 Jahren sehr scharfsichtig dargestellt, und der Philosoph Alasdair MacIntyre beschreibt es in "Der Verlust der Tugend" (1987) ähnlich. Ganz schlicht ausgedrückt: "Christliche Werte" sind eine Abstraktion; die Kirche aber hat keine Abstraktionen zu verkünden, sondern den ganz konkreten Christus.

Um aber auch mal etwas Positives zu sagen: Das - von einem anderen Geistlichen zelebrierte - Hochamt am Weihnachtstag war, abgesehen von einigen Längen in der Predigt und der bizarren Entgleisung, zum Agnus Dei den Kirchentagsschlager "Wenn Menschen sich verschätzen..." zu spielen, sehr schön. Später am Tag machte mich meine Twitter-App auf einen Tweet des eingangs schon am Rande erwähnten Ulf Poschardt aufmerksam:
"Wer soll eigentlich noch freiwillig in eine Christmette gehen, wenn er am Ende der Predigt denkt, er hat einen Abend bei den #Jusos bzw. der Grünen Jugend verbracht?" 
Nun, die Predigt in "meiner" Christmette war zwar durchaus nicht so eindeutig links oder grün orientiert gewesen, aber trotzdem konnte ich mit Poschardts Aussage etwas anfangen. Allerdings warfen die Reaktionen, die er für diesen Tweet erntete - soweit ich sie zur Kenntnis genommen habe -, (wieder einmal) kein besonders gutes Licht auf den Geisteszustand des "Kommentariats". Zunächst einmal zeigte sich, dass die Stellungnahmen sich ziemlich strikt entlang politischer Gräben sortierten: Von "rechts" kam Beifall, von "links" Hohn und Häme. Sodann stellte ich fest, dass ein Großteil der zustimmenden Kommentare Poschardts Äußerung offenbar auf die Positionierung der Kirchen zur Flüchtlingspolitik bezogen. Ob er sie selbst so gemeint hatte, sei mal dahingestellt und ist mir im Grunde auch egal; mir jedenfalls geht es um diesen Punkt gar nicht. (Das mögen bitte auch diejenigen Leser meines Artikels beherzigen, die mit einem Kommentar schwanger gehen.) Die Frage, wie auf politischer Ebene mit der Flüchtlingssituation umzugehen ist, ist zweifellos komplexer und vielschichtiger, als es in der öffentlichen Debatte darüber vielfach den Anschein hat, und es mag schon sein, dass manche Kirchenvertreter dieser Komplexität in ihren Stellungnahmen nicht gerecht werden. Wenn Priester und Bischöfe jedoch die Flüchtlingsproblematik zum Anlass nehmen, darauf hinzuweisen, dass Fremde aufnehmen eines jener Werke der Barmherzigkeit ist, die Jesus Christus explizit von Seinen Jüngern verlangt, und dass wir als Christen dazu aufgerufen sind, in den Ärmsten unserer Mitmenschen Christus zu erkennen, dann ist das grundsätzlich völlig korrekt. Das ist aber im Kern keine politische Aussage, sondern eine, die sich an jeden einzelnen Christen persönlich richtet.

Demgegenüber geht der Tenor der negativen Reaktionen auf Poschardts Tweet überwiegend dahin, wenn Poschardt in einem christlichen Gottesdienst das Gefühl bekomme, er wäre bei einer Veranstaltung der Jusos gelandet, dann beweise das doch nur, dass christliche Werte heutzutage bei der politischen Linken eher zu Hause seien als weiter rechts im politischen Spektrum. Ich gehe davon aus, dass die Leute das ernst meinen. Und das sagt nicht nur etwas darüber aus, was sie sich unter christlichen Werten vorstellen (was ja in dem einen oder anderen Fall diskutabel sein mag), sondern mehr noch darüber, dass sie überhaupt nicht auf die Idee kommen, eine Predigt in einem christlichen Gottesdienst könnte eine prinzipiell andere Aufgabe haben als eine Politikerrede. Möglicherweise liegt es zu einem gewissen Grad in der Natur einer demokratischen Gesellschaft, dass die Leute, weil ihnen beigebracht wird, alles sei irgendwie politisch, daraus den Umkehrschluss ziehen, Politik sei Alles. Die Vorstellung, im christlichen Gottesdienst könne es um Größeres und, horribile dictu, Wichtigeres gehen als um Politik, ist offenkundig vielen Menschen, sogar innerhalb der Kirchen, völlig fremd - was darauf schließen lässt, dass sie überhaupt keine Vorstellung davon haben, was dieses Größere und Wichtigere sein könnte. Exemplarisch deutlich wird das in einem Tweet folgenden Wortlauts:
"Interessant an der Geschichte mit dem #PoschardtEvangelium ist m.E., wie selbstverständlich er den Weihnachsgottesdienst anscheinend als unpolitische Besinnlichkeitsdiensleistung betrachtet hat. Die Ware hat nicht den Ansprüchen genügt, nu wird gemeckert." 
Wenn ein Gottesdienst nicht politisch ist - so wird hier offenkundig unterstellt -, dann ist er bloß "Besinnungsdienstleistung" (und somit irrelevant). Tertium non datur. Priester, die in ihren Predigten lieber über Politik reden als über die Basics des christlichen Glaubens, tragen zweifellos zu diesem Missverständnis bei. -- Sicherlich bietet das Weihnachtsevangelium nach Lukas einigen Stoff, um in der Predigt am Heiligen Abend den Bogen von der Geburt Jesu im Stall von Betlehem zu einer "Take-Home-Message" für die Messbesucher zu schlagen, die sie etwas über Nächstenliebe, Werke der Barmherzigkeit und "Friede auf Erden" lehrt. Das kann man machen, und man KANN es sogar GUT machen (wenn man es kann). Aber in erster Linie ist das Festgeheimnis von Weihnachten - die Menschwerdung Gottes in der Geburt Jesu Christi - kein Symbol für irgendetwas, sondern eine Realität; und zwar eine mit existentieller Bedeutung für die ganze Menschheit, ja für die ganze Schöpfung. Wenn unsere lieben Geistlichen DAS nicht rüberbringen, dann sollen sie ihren Laden bitte dichtmachen. Dann können die Leute nächstes Jahr Heiligabend im Einkaufszentrum feiern, mit einem Zelebranten im Weihnachtsmannkostüm. Why not? Der Weihnachtsmann steht schließlich auch für Werte. Man frage nur mal die Einzelhandelsverbände. 



Kommentare:

  1. Das Gerede davon, dass das Christentum doch so viel gebracht habe, was auch Säkularisten gut finden (und da bringt Martenstein gute Beispiele, wie das Verschwinden der Sklaverei), ist *schon* manchmal nützlich. Allerdings eher als Argument dafür, dass dann am Christentum als *Ganzes* vielleicht doch was dran sein könnte. Wenn säkulare Menschen merken, es gibt ja doch ganz gute christliche Werte, Menschenwürde und so, das Christentum hat was geleistet, dann ist das schon mal ein hilfreicher Denkanstoß; jedenfalls ist es besser, als wenn sie es aus Ahnungslosigkeit und Vorurteilen heraus für verantwortlich für alles Schlechte in der Weltgeschichte erklären. (Problematisch wird es *natürlich*, auch aus rein funktionalistischer Sicht, wenn Leute wie Martenstein dann meinen, sie könnten die religiösen Begründungen einfach abziehen und die Werte würden bleiben, wie Sie ja schreiben.)

    War es nicht die Kanzlerin, die meinte, man sollte das christliche Erbe lieber mit Weihnachtsliedern verteidigen (statt mit PEGIDA-Demonstrationen oder so was)?

    Noch ein kurzer Einspruch: Die Aufforderung, in den Ärmsten Christus zu erkennen, ist natürlich *auch* eine politische Aussage. Politik sollte ja grundsätzlich von denselben moralischen Regeln geprägt sein wie das persönliche Miteinander; Politik ist ja letztlich auch nur das Miteinander sehr vieler Personen.

    - Crescentia.

    PS: Frohe Weihnachten allerseits!

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    1. Ja, wenn man den Begriff "politisch" in einem weit gefassten Sinne versteht (etwa: "Regeln des Zusammenlebens betreffend"), dann stimme ich dem Einwand zu.

      Danke für den Kommentar, und ebenfalls frohe Weihnachten!

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  2. Weitgehende Zustimmung meinerseits. Allerdings, wenn Martenstein von der "Idee der Menschenrechte [...] ist das, was vom Christentum übrig bleibt, wenn man die Religion abzieht" schreibt, heißt das nicht unbedingt, dass wir das "Christentum als solches ja jetzt eigentlich nicht mehr" brauchen. Das mag für einen ganz knappen Punkt der Entwicklung funktioniert haben, aber inzwischen zeigt sich, dass mit dem Schwinden des christlichen Glaubens auch die Menschenrechte wieder schwinden. Nicht, dass man das zugeben würde, aber man Uminterpretiert die Substanz und/oder den Kreis derer, die Menschenrechte genießen.

    Außerdem glaube ich schon, dass man die "christlichen Werte" respektive Restbestände verteidigen sollte, wo sie angegriffen werden. Nicht um des Glaubens willen sondern um der Humanität unserer Gesellschaft willen. Und gerade in der jüngsten Zeit zeigt ja die Erfahrung, dass Aufgabe nicht zum Frieden sondern zur Fortsetzung des Kampfes an anderen Orten führt. Man darf nur diesen Kampf nicht mit der Essenz des christlichen Glaubens verwechseln. Das eine ist der unvermeidbare "long defeat" von dem Tolkien sprach, das andere ist der bereits errungene Sieg Christi, der (erst!) mit seiner Wiederkehr vollendet wird.

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    1. Wenn ich mal kurz zur Tolkien-Interpretation was sagen darf:

      Der "long defeat" gehört einer fiktiven Welt an.

      In dieser fiktiven Welt gehört er einer bestimmten Zeitepoche an. Ab dem Sieg im Ringkrieg ist von "long defeat" nicht mehr zu sprechen, obwohl dann zwar die Rückkehr-des-Königs erfolgt ist, das Mending-of-the-World allerdings noch *nicht*.

      Also *wenn* man schon allegorisieren (applikabilisieren?) will.

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    2. Lieber Prinz von Dol Amroth,
      natürlich hat das Konzept in der Welt von Mittelerde seinen bestimmte Zeit, die irgendwann vorbei ist.
      Aber, das Konzept ist - wie so vieles in LOTR - nicht einfach aus dem Nichts erfunden worden sondern hat Gegenstücke in unserer Welt. Und, soweit ich das sehe, hat Tolkien schon viele Entwicklungen so empfunden.
      Die Entsprechung des Rückkehr des Königs in unserer Welt wäre dann natürlich die Rückkehr des König, also die Wiederkehr Christi. Und mit dieser wäre dann auch in unserer Welt der long defeat im now-complete victory aufgehoben.

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  3. Ich würde übrigens den Satz

    "der Islam gehört nicht zu Deutschland"

    sogar unterschreiben.

    Als falsche Religion gehört er nicht einmal nach Saudi-Arabien. Aber, soviel wird man dann schon sagen müssen: nach Deutschland (oder England, oder Italien) gehört er *noch* weniger.

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    1. "Als falsche Religion gehört er nicht einmal nach Saudi-Arabien..."

      Aber damit begibt man sich auf eine ganze andere Ebene. Gehört denn der Protestantismus zu Deutschland? Nach Deiner Logik nein, denn er ist ja eine falsche Religion/Konfession, andererseits aber ja, weil er so dermassen tief in die deutsche Kultur eingeschrieben ist.

      Und es gibt sicherlich auch noch viele Beispiele außerhalb von Religionen wo etwas grundfalsch ist aber dennoch zu Deutschland gehört. Was ja schließlich auch kein Qualitätssiegel ist.

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  4. Zum Thema natürlich das ganze Kapitel hier:

    http://www.gutenberg.org/files/16769/16769-h/16769-h.htm#CHAPTER_IX_Authority_and_the_Adventurer

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